Ist der Google Advanced Consent Mode datenschutzkonform?
Unternehmen verlieren täglich wertvolle Daten – sei es durch strenge Datenschutzanforderungen oder durch Technologien wie Ad-Blocker und Browser-Tracking-Beschränkungen, die das Tracking von Nutzerdaten blockieren. Bei unseren Kunden sehen wir oft erschreckende Zahlen: Datenverluste von bis zu 70 % sind keine Seltenheit.
Vielleicht kennen Sie das Problem: Ihre Webseite oder Ihr Online-Shop liefert unvollständige Daten in Google Analytics (GA4) und Google Ads. Conversions fehlen, Events werden falsch zugeordnet, und die Anzahl der Newsletter-Abonnenten in Ihrem CRM-System stimmt nicht mit den Daten im Tracking überein.
Das führt oft zu der Frage: „Wie genau sind meine Tracking-Daten eigentlich – und wie kann ich den Verlust minimieren?“
In diesem Blogbeitrag gehen wir genau diesen Fragen auf den Grund. Wir erklären die häufigsten Ursachen für Datenverluste im Web-Tracking und zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Datenqualität wiederherstellen können. Dabei liegt unser Fokus auf dem Google Consent Mode und insbesondere auf der erweiterten Version, dem Google Advanced Consent Mode, die seit März 2024 verfügbar ist.
Am Ende klären wir die entscheidende Frage: Ist der Google Advanced Consent Mode datenschutzkonform? – aus der Perspektive eines technologieorientierten und datenschutzbewussten Unternehmens. Sie kennen sich bereits mit dem Google Consent Mode aus? Dann klicken Sie hier um zur konkreten Frage zu kommen.
Bleiben Sie dran und erfahren Sie, wie Sie Tracking-Daten zuverlässig und datenschutzkonform erfassen können!
Was sind die Gründe für den Datenverlust?
Ein vollständiges Tracking ist entscheidend für fundierte Analysen und erfolgreiche Marketingkampagnen. Doch viele Unternehmen kämpfen mit erheblichen Datenverlusten, die die Qualität ihrer Analyse- und Optimierungstools wie Google Analytics stark beeinträchtigen. Die Ursachen sind vielfältig und lassen sich in drei Hauptbereiche unterteilen:
Abhängigkeit von der Einwilligungsrate (Consent-Rate)
Datenschutzgesetze wie die DSGVO verlangen eine aktive und informierte Einwilligung der Nutzer, bevor ihre Daten verarbeitet werden dürfen. Diese Zustimmung wird in der Regel über Consent Management Plattformen (CMPs), auch bekannt als Cookie-Banner, eingeholt. Doch was passiert, wenn die Nutzer die Einwilligung verweigern?
- Direkte Auswirkungen der Consent-Rate:
Eine niedrige Einwilligungsrate führt unmittelbar zu Datenverlusten. Bei einer Consent-Rate von 60 % bedeutet dies, dass 40 % der potenziellen Daten nicht erfasst werden können. - Fehlende Daten beeinträchtigen Analysen:
Ereignisse wie Seitenaufrufe, Conversions oder die Verweildauer von Nutzern, die keine Zustimmung erteilt haben, gehen verloren. Dies verzerrt die Grundlage für datenbasierte Entscheidungen erheblich. - Einschränkung von Tools wie Google Analytics und Ads:
Nur die Daten der Nutzer, die dem Tracking aktiv zugestimmt haben, fließen in Ihre Analyse- und Marketing-Tools ein.
Ad-Blocker - Der stille Feind des Trackings
Ad-Blocker haben sich längst auf vielen Geräten etabliert und blockieren gezielt JavaScript-Tags, die zur Übertragung von Tracking-Daten erforderlich sind.
- Einschränkung trotz Zustimmung:
Selbst wenn ein Nutzer dem Tracking über den Cookie-Banner zugestimmt hat, verhindern Ad-Blocker oft, dass Tracking-Daten gesendet werden. - Auswirkungen auf Kampagnen- und Traffic-Daten:
Besonders betroffen sind bezahlte Werbekampagnen, da wichtige Informationen über Conversions und den Werbeerfolg verloren gehen. - Verschärfter Datenverlust:
Ad-Blocker reduzieren die ohnehin schon begrenzte Datenbasis weiter, was präzise Analysen und optimierte Kampagnen zusätzlich erschwert.
Browser-Tracking-Prevention - Cookies auf dem Rückzug
Moderne Browser wie Safari, Firefox und Chrome haben Maßnahmen implementiert, um Tracking einzuschränken oder die Lebensdauer von Cookies zu verkürzen:
- Safari (Intelligent Tracking Prevention), Firefox (Enhanced Tracking Protection) und Chrome (striktere Cookie-Limits) setzen standardmäßig Mechanismen ein, um Tracking zu verhindern.
- Einschränkungen trotz Einwilligung:
Diese Technologien blockieren teilweise Tracking-Daten, selbst wenn Nutzer dem Tracking zugestimmt haben. - Zusätzliche Datenverluste:
Neben den Verlusten durch die Einwilligungsrate und Ad-Blocker führen Browser-Einschränkungen zu weiteren Reduktionen der Datenbasis.
Wenn Sie beispielsweise eine Einwilligungsrate von 60 % durch Ihren Cookie-Banner erzielen, verlieren Sie bereits 40 % der potenziellen Tracking-Daten. Hinzu kommen:
- Ad-Blocker, die bis zu 10-15 % der verbleibenden Daten blockieren können.
- Browser-Tracking-Beschränkungen, die weitere 5-10 % abschneiden können.
Am Ende bleiben Ihnen im Worst Case weniger als 40 % Ihrer potenziellen Tracking-Daten – ein deutlicher Verlust, der Ihre Marketing- und Analysemaßnahmen erheblich einschränkt.
Was ist der Google Consent Mode und warum ist er wichtig?
Auch Google ist verpflichtet, Datenschutzanforderungen einzuhalten. Genau aus diesem Grund wurde der Google Consent Mode entwickelt. Obwohl er bereits seit einigen Jahren existiert, hat ein spezielles Gesetz seine Bedeutung für Google und Unternehmen maßgeblich erhöht: der Digital Markets Act (DMA). Dieses Gesetz richtet sich an große Technologieunternehmen, sogenannte Gatekeeper wie Google.
Der Digital Markets Act (DMA) und seine Auswirkungen
Am 1. November 2022 trat der DMA in Kraft. Sein Ziel ist es, den fairen Wettbewerb zu stärken und die Privatsphäre von Internetnutzern besser zu schützen. Eine zentrale Regelung des DMA betrifft den Schutz der Verbraucherrechte. Unternehmen wie Google sind nun verpflichtet, sicherzustellen, dass für die gesammelten Nutzerdaten eine ordnungsgemäße Einwilligung vorliegt.
Das bedeutet, Google kann für Datenschutzverstöße mitverantwortlich gemacht werden. Konkret: Werden in Google-Diensten wie Google Analytics oder Google Ads Daten angezeigt, ohne dass die Nutzer ihre Einwilligung gegeben haben, drohen Sanktionen.
Einführung des Google Consent Mode Version 2
Google hatte bis zum 6. März 2024 Zeit, die Anforderungen des DMA zu erfüllen. Eine der wichtigsten Maßnahmen war die Weiterentwicklung des Google Consent Mode. Mit der neuen Version – Google Consent Mode Version 2 – wurde die Nutzung für Unternehmen, die Google-Dienste im europäischen Raum einsetzen, verpflichtend. Unternehmen können Google Analytics oder Google Ads nur dann weiterhin rechtssicher nutzen, wenn sie den Consent Mode korrekt implementieren.
Warum der Google Consent Mode unverzichtbar ist
Der Google Consent Mode spielt eine zentrale Rolle, um die Einhaltung von Datenschutzgesetzen zu gewährleisten und gleichzeitig die Funktionalität von Tracking- und Werbediensten zu optimieren. Doch was genau ist der Google Consent Mode und welche Versionen gibt es? Im nächsten Abschnitt erfahren Sie mehr über die Funktionsweise und die Unterschiede zwischen den Versionen.
Google Consent Mode: Ein Muss für die Nutzung von Google-Diensten wie Analytics
Wenn Sie eine Webseite betreiben, müssen Sie für die Datenverarbeitung eine aktive und informierte Einwilligung Ihrer Nutzer einholen. Das ist seit Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verpflichtend. Neu ist jedoch, dass Sie den Google Consent Mode nutzen müssen, wenn Sie weiterhin beispielsweise Google Analytics einsetzen möchten. Google verlagert mit dem Google Consent Mode die Verantwortlichkeit auf Sie, indem Sie nachweisen müssen, dass Sie vor der Datenverarbeitung eine aktive Einwilligung Ihrer Nutzer eingeholt haben – und das erfolgt über Ihren Cookie-Banner.
Doch was macht der Google Consent Mode eigentlich? Vereinfacht gesagt, übermittelt der Consent Mode die Cookie- und Datenschutzeinstellungen aus Ihrem Cookie-Banner an die von Ihnen verwendeten Google-Dienste. Dies geschieht durch Nutzersignale, die ausgelöst werden, wenn ein Nutzer in Ihrem Cookie-Banner auf „Ablehnen“ oder „Akzeptieren“ klickt.
Die neue Version des Consent Mode (Version 2) ergänzt die bisherigen Funktionen um zwei weitere Einstellungen. Diese informieren Google darüber, ob die gesammelten Daten für Marketingzwecke oder für personalisierte Werbung, wie beispielsweise Remarketing, genutzt werden dürfen. Falls Sie den Google Consent Mode nicht implementieren, werden viele Funktionen der Google-Dienste erheblich eingeschränkt, was sie nahezu unbrauchbar machen kann.
Beim Google Consent Mode können zwei unterschiedliche Versionen unterschieden werden, die sich unterschiedlich auf Ihre Datenbasis auswirken:
- Der einfache oder grundlegende Zustimmungsmodus, der sogenannte Basic Consent Mode.
- Der erweiterte Zustimmungsmodus, der sogenannte Advanced Consent Mode.
Werfen wir nun einen genaueren Blick auf diese beiden Varianten.
Der einfache Zustimmungsmodus: Basic Consent Mode
Der Basic Consent Mode ist für Webseitenbetreiber gedacht, die einen unkomplizierten Einrichtungsprozess bevorzugen und weniger Wert auf eine vollständige und präzise Datenbasis für beispielsweise Google Analytics legen. Dieser Modus ist einfacher zu implementieren, da er weniger Anpassungen an den Google Tags erfordert.
Abb.: Wie der Google Basic Consent Mode funktioniert
Das Prinzip ist dabei ganz einfach: Im Basic Consent Mode werden die Google Tags standardmäßig blockiert, bis der Nutzer über den Cookie-Banner seine Einwilligung erteilt. Klickt ein Nutzer auf den Akzeptieren-Button, übermitteln die Google Tags an Google die Information, dass Daten gesammelt werden dürfen. Lehnt der Nutzer hingegen die Einwilligung ab, senden die Google Tags ein entsprechendes Signal an Google, wodurch keinerlei Daten erhoben werden.
Um den dadurch entstehenden Datenverlust für Unternehmen auszugleichen, setzt Google auf eine einfache Datenmodellierung, die sogenannte Conversion-Modellierung. Dabei wird das Verhalten der Nutzer, die dem Cookie-Banner nicht zugestimmt haben, anhand des Verhaltens anderer Nutzer, die eine Einwilligung erteilt haben, geschätzt. Diese modellierten Daten sind zwar weniger präzise als echte Nutzerdaten, bieten jedoch dennoch wertvolle Einblicke und sind besser als gar keine Daten.
Zusammenfassung:
Der Basic Consent Mode konzentriert sich in erster Linie auf die Verwaltung der Zustimmung zu Analyse-Cookies und Tracking-Technologien, während Werbe-Cookies eine untergeordnete Rolle spielen. Er ist besonders einfach zu implementieren und erfordert weniger technisches Know-how.
Der erweiterte Zustimmungsmodus: Advanced Consent Mode
Der Advanced Consent Mode eignet sich für Webseitenbetreiber, die eine möglichst genaue und vollständige Datenbasis erhalten möchten. Die Integration dieses Modus ist zwar wesentlich komplexer, bietet jedoch gleichzeitig mehr Anpassungsmöglichkeiten für die Google Tags.
Abb.: Wie der Google Advanced Consent Mode funktioniert
Ein wichtiger Punkt vorweg: Im Gegensatz zum Basic Consent Mode ist der Advanced Consent Mode freiwillig. Wenn ein Nutzer seine Einwilligung erteilt, erfolgt die Verarbeitung wie beim Basic Consent Mode. Interessant wird es jedoch, wenn der Nutzer die Einwilligung verweigert – denn dann kommt eine entscheidende Funktion ins Spiel: die cookielosen Pings.
Diese cookielosen Pings enthalten keine personenbezogenen Informationen, wie Namen oder E-Mail-Adressen. So zumindest die Theorie – doch später werden wir uns noch genauer ansehen, ob der Advanced Consent Mode tatsächlich datenschutzkonform ist.
Wenn ein Nutzer also Ihren Cookie-Banner ablehnt, sendet der Advanced Consent Mode cookielose Pings an Google. Der Gedanke dahinter: Unternehmen erhalten auch dann Daten von Nutzern, die den Cookie-Banner abgelehnt haben, und können diese Informationen für Google Analytics und Google Ads nutzen.
Dieser Vorteil kann sich deutlich auf die Datenbasis für Google Analytics und Ads auswirken. Je nach Einwilligungsrate (Consent-Rate) Ihres Cookie-Banners können Sie eine bis zu 100 % vollständige Datenbasis erhalten – auch wenn ein Teil dieser Daten anonymisiert ist. Doch Hand aufs Herz: In der Praxis interessieren uns in erster Linie die Interaktionen mit unserer Webseite, nicht die persönlichen Daten eines einzelnen Nutzers.
Zusammenfassung:
Mit dem Advanced Consent Mode können cookielose Pings genutzt werden, um Daten von nicht einwilligenden Nutzern zu erfassen und ohne Cookies an Google zu übermitteln. Doch es gibt berechtigte Kritik, ob das wirklich datenschutzkonform ist. Deshalb werfen wir nun einen genaueren Blick auf diese Fragestellung.
Ist der Advanced Consent Mode datenschutzkonform?
Eine entscheidende Frage bleibt offen: Ist der Google Advanced Consent Mode tatsächlich datenschutzkonform?
Die Problematik liegt darin, dass der Advanced Consent Mode ein Produkt von Google ist – und wenn Google von cookielosen Pings spricht, bleibt letztlich unklar, welche Daten tatsächlich übermittelt werden.
Wenn Sie Nutzerdaten tracken, geschieht dies in der Regel über clientseitiges Tracking (dazu später mehr). Das Problem dabei: Zwischen Ihrer Webseite und Google gibt es keine Kontrollinstanz, die überwacht, welche Nutzerdaten tatsächlich weitergeleitet werden.
Ein potenzielles Risiko besteht darin, dass trotz der cookielosen Pings IP-Adressen an Google gesendet werden könnten – und es bleibt unklar, wie Google diese Informationen verarbeitet.
Wie lässt sich dieses Risiko vermeiden?
Um dieses Problem zu umgehen, empfiehlt es sich, Server Side Tracking anstelle von clientseitigem Tracking zu nutzen. Dabei wird ein eigener Server zwischen Ihre Webseite und Google geschaltet, sodass Sie selbst bestimmen, welche Daten an Google weitergeleitet werden.
Mit Server Side Tracking haben Sie die volle Kontrolle über die cookielosen Pings und können sicherstellen, dass keine personenbezogenen Daten ungewollt übermittelt werden.
Um die Unterschiede zwischen clientseitigem und serverseitigem Tracking besser zu verstehen, werfen wir im nächsten Abschnitt einen genaueren Blick auf die Funktionsweisen beider Methoden.
Tracking-Methoden: Client Side Tracking und Server Side Tracking
Beim Web-Tracking lassen sich zwei grundlegende Methoden unterscheiden: Client Side Tracking und Server Side Tracking.
Das Client Side Tracking ist die klassische und am häufigsten genutzte Methode, da es einfacher zu implementieren und zu warten ist als Server Side Tracking.
Funktionsweise des Client Side Tracking
Beim Client Side Tracking findet die Datensammlung direkt im Browser des Nutzers statt. Das bedeutet, dass Tracking-Skripte im Browser des Besuchers ausgeführt werden und die erfassten Daten direkt an das Tracking-Tool übermittelt werden.
Abb.: Wie Client Side Tracking funktioniert
Ablauf des Client Side Trackings:
1️⃣ Ein Nutzer ruft eine Webseite oder einen Online-Shop auf.
2️⃣ Der Browser des Nutzers lädt und führt ein Tracking-Skript aus, das Interaktionen wie Seitenaufrufe, Klicks oder Scroll-Tiefen erfasst.
3️⃣ Diese Daten werden anschließend direkt an ein Tracking-Tool wie Google Analytics gesendet.
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Einfache Implementierung: Der Code ist schnell in bestehende Websites integrierbar.
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Breite Funktionalität: Viele Tools und Plugins sind für Client Side Tracking optimiert.
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Sofortige Datenverarbeitung: Die erfassten Daten werden in Echtzeit an Analyse-Tools übermittelt.
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Eingeschränkte Datenqualität: Ad-Blocker oder Cookie-Blocker können das Tracking beeinträchtigen.
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Datenschutzrisiken: IP-Adressen und andere persönliche Daten werden direkt übermittelt, was in einigen Regionen rechtlich problematisch sein kann.
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Performance-Probleme: Zu viele Tracking-Skripte können die Ladezeiten der Website negativ beeinflussen, was sich negativ auf das SEO-Ranking auswirken kann.
Funktionsweise von Server Side Tracking
Beim Server Side Tracking – auch bekannt als serverbasiertes Tracking – wird die Datenerfassung von den Endgeräten der Nutzer auf einen eigenen oder externen Server verlagert.
Das bedeutet, dass die erfassten Daten zunächst auf dem Server der Website oder App verarbeitet werden, bevor sie an Tracking-Tools wie Google Analytics weitergeleitet werden. Dadurch erhält der Betreiber mehr Kontrolle über die Datenverarbeitung und kann die Weitergabe an Drittanbieter gezielt steuern.
Ablauf des Server Side Trackings:
1️⃣ Der Nutzer ruft eine Webseite in seinem Browser auf.
2️⃣ Anders als beim Client Side Tracking werden die Tracking-Daten nicht direkt im Browser gespeichert oder an Google gesendet, sondern zuerst an einen eigenen Server übermittelt.
3️⃣ Auf diesem Server können die Daten validiert, bereinigt oder anonymisiert werden, bevor sie an Drittanbieter wie Google Analytics oder Facebook Ads weitergeleitet werden.
Abb.: Wie Server Side Tracking funktioniert
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Höhere Datenqualität: Adblocker haben keinen direkten Einfluss auf die Erfassung. Browser-Beschränkungen können umgangen werden.
- Volle Datenkontrolle: Sie entscheiden was mit Ihren Daten passieren soll. Auf Ihrem eigenen Server können Sie Daten validieren, bereinigen oder anonymisieren. Außerdem haben Sie die Kontrolle darüber, welche Daten an Drittanbieter weitergeleitet werden.
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Bessere Performance: Nutzergeräte werden entlastet, da weniger Code im Browser ausgeführt wird, was sich positiv auf das SEO-Ranking auswirkt.
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Datenschutzfreundlich: Daten können vor der Weiterleitung anonymisiert oder reduziert werden.
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Höhere Implementierungskosten: Die Einrichtung erfordert technisches Know-how und Ressourcen.
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Komplexität: Regelmäßige Wartung und Updates sind erforderlich, um eine optimale Funktionalität sicherzustellen.
Und ist der Advanced Consent Mode jetzt datenschutzkonform?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal mit Ja oder Nein beantworten. Die Datenschutzkonformität des Google Advanced Consent Mode hängt stark von den individuellen Einstellungen und dem verwendeten Tracking-Setup ab.
Allerdings können Datenschutzrisiken erheblich reduziert werden, wenn bestimmte Maßnahmen beachtet werden.
Unsere klare Empfehlung:
Nutzen Sie serverseitiges Tracking anstelle von clientseitigem Tracking, wenn Sie den Google Advanced Consent Mode implementieren möchten.
Warum?
✅ Mehr Kontrolle über die Daten – Sie entscheiden, welche Informationen an Google weitergeleitet werden.
✅ Bessere Datenschutzkonformität – Persönliche Daten können bereits auf Ihrem Server anonymisiert oder gefiltert werden.
✅ Reduzierung typischer Datenschutzprobleme – Durch die Verlagerung der Datenerfassung auf den eigenen Server vermeiden Sie unkontrollierte Datenübertragungen.
Während der Advanced Consent Mode eine effektive Lösung für eine vollständigere Datenbasis bietet, sollte er nur in Verbindung mit serverseitigem Tracking genutzt werden, um rechtliche Risiken zu minimieren.
Was benötigen Sie für ein datenschutzkonformes Tracking-Setup mit dem Google Advanced Consent Mode?
Um den Google Advanced Consent Mode datenschutzkonform zu nutzen, sollten Sie folgende Elemente in Ihrem Tracking-Setup berücksichtigen:
1. Google zertifizierte Consent Management Plattform (CMP)
Wenn Sie personenbezogene Daten verarbeiten, ist eine Consent Management Plattform (CMP), oft auch als Cookie-Banner bezeichnet, ein grundlegendes Element Ihres Datenschutz-Setups.
Für die Nutzung des Google Advanced Consent Mode ist es entscheidend, dass die CMP von Google zertifiziert ist. Nur so ist gewährleistet, dass die Zustimmung der Nutzer ordnungsgemäß erfasst und an Google übermittelt wird.
Tipp: Google führt eine Liste zertifizierter CMPs, die Sie hier finden: Googles zertifizierte CMPs.
2. Google Advanced Consent Mode
Der Google Advanced Consent Mode bietet eine flexible Möglichkeit, Datenverarbeitung an die jeweiligen Zustimmungen Ihrer Nutzer anzupassen. Allerdings stellt sich die Frage: Haben Sie die technischen Ressourcen und das Know-how, um den Consent Mode datenschutzkonform in Ihren Technologie-Stack zu integrieren?
Eine fehlerhafte Implementierung kann die Datenschutzkonformität gefährden und zu Abmahnungen oder Bußgeldern führen. Falls das technische Know-how intern fehlt, sollten Sie auf die Unterstützung spezialisierter Dienstleister zurückgreifen.
3. Server Side Tracking
Im Vergleich zum klassischen Client Side Tracking bietet Server Side Tracking zahlreiche Vorteile, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz und Datenkontrolle. Aus diesem Grund empfehlen wir grundsätzlich die Nutzung von Server Side Tracking, wenn Sie den Google Advanced Consent Mode einsetzen.
Wichtig: Auch bei Server Side Tracking ist die richtige Konfiguration entscheidend. Nur ein korrekt eingerichtetes System gewährleistet die Einhaltung von Datenschutzgesetzen und ermöglicht ein optimiertes Tracking.
Fazit
Die Verwendung des Google Advanced Consent Mode kann Unternehmen helfen, den Datenverlust durch niedrige Einwilligungsraten, Ad-Blocker und Browser-Tracking-Beschränkungen auszugleichen und eine vollständige Datenbasis zu generieren – teilweise mit anonymisierten Daten. Der Advanced Consent Mode ist jedoch keine Einladung, Nutzerdaten ohne Rücksicht zu tracken, ohne vorher eine gültige Einwilligung einzuholen. Eine Consent Management Plattform (CMP) bleibt auch mit dem Advanced Consent Mode unerlässlich.
Ob die Nutzung des Google Advanced Consent Mode datenschutzkonform ist oder nicht, hängt stets vom Einzelfall ab. Fakt ist, dass der Google Consent Mode unter bestimmten Einstellungen, insbesondere in Kombination mit Server Side Tracking, datenschutzkonform verwendet werden kann.
Unser Appell: Holen Sie sich Unterstützung von Datenschutz- und Tracking-Experten, wenn intern nicht genügend Wissen über Datenschutzgesetze und Tracking-Konzepte vorhanden ist. Die korrekte Konfiguration ist entscheidend, um die Datenschutzkonformität des Google Advanced Consent Mode sicherzustellen. Da jedes Unternehmen unterschiedliche Technologie-Stacks und Tracking-Setups nutzt, erfordert auch jede Implementierung individuelle Anpassungen.
Die richtige Beratung und Konfiguration sind daher maßgeblich, um Datenschutzanforderungen zu erfüllen und gleichzeitig von den Vorteilen des Advanced Consent Mode zu profitieren. Falls Sie Interesse haben, bieten wir Ihnen eine kostenlose Erstberatung unter dem untenstehenden Formular an.
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